Synagoge in Bosen

Seit 1769 gab es in Bosen ein jüdisches Gebetshaus. Die Bosener Judenschaft erwarb damals ein Privathaus, das für über 100 Jahre als Synagoge diente. 1881 wurde eine neue Synagoge in der heutigen Bosbachstraße, im Volksmund bis heute „Judengasse“ genannt, mit Erlaubnis der großherzoglichen Regierung in Birkenfeld erbaut. Im Erdgeschoss war der Schulsaal mit Lehrerwohnung, im Obergeschoss die Synagoge untergebracht. Von 1830 bis 1871 gab es dort eine jüdische Schule. Die Synagoge, deren Innenraum in der sogenannten Reichskristallnacht am 9. November 1939 geschändet wurde, wurde in den Kriegsjahren als Kriegsgefangenenlager genutzt. Heute befindet sich das Gebäude in Privatbesitz. Auch hier erinnert nichts mehr an seine frühere Bestimmung.

Im Hintergrund zu sehen ist die ehemalige katholische Volksschule, die 1967 abgetragen wurde. Daneben das Haus, das früher der jüdischen Familie von Felix und Willi Baum (genannt „Veilches“ gehört hat. Daneben folgt die Synagoge von Bosen mit den drei großen Rundfenstern. Daneben steht wieder ein Wohnhaus aus früher jüdischem Besitz: das Haus „Wolfs“; hier wohnte die Familie Max Baum. Die Aufnahme stammt wohl Ende der 1940er Jahren.

 

Historisches Bild der Synagoge

(Quelle: Bildband Bosen, Eckelhausen in Bildern und Beschreibungen aus den letzten 100 Jahren, hrsg. Vom Verkehrsverein Bosen-Eckelhausen, 1980, S. 129.)

 

Synagoge aus den 1950er Jahren im Hintergrund, jetzt ein Wohnhaus

(Quelle: Bildband Bosen, Eckelhausen in Bildern und Beschreibungen aus den letzten 100 Jahren, hrsg. Vom Verkehrsverein Bosen-Eckelhausen, 1980, S. 23.)

Werbeanzeigen