Die Geschichte der Opfer

 

 

Familie Lion aus Bosen

Der Landwirt Max Lion, seine Frau und ihre Kinder sind vor langer Zeit weggebracht worden.

Das Wort für weggebracht ist deportiert.

Die Kinder hießen Egon und Günther.

Man weiß nicht, was mit der Familie passiert ist.

 

Familie Hirsch aus Gonnesweiler

Ludwig und Flora Hirsch sind mit ihrem Sohn Raimund nach Polen deportiert worden.

Flora Hirsch hatte früher den Nach-Namen Kahn.

Weil die Familie nie gefunden wurde, hat man gesagt, dass sie tot ist.

 

Familie Kahn aus Gonnesweiler

Die Groß-Eltern von Raimund Hirsch hießen Josef und Charlotte Kahn.

Die Groß-Eltern von Raimund Hirsch wurden im Konzentrations-Lager Theresienstadt ermordet.

Konzentrations-Lager ist ein Sammel-Ort, an dem Juden getötet wurden.

Die Tante von Raimund Hirsch hat den Katholiken Nikolaus Jost aus Gonnesweiler geheiratet.

Die Tante hieß Ida Kahn.

Der Sohn von Ida Kahn ist von Schutz-Staffel-Männern (SS) erschossen worden.

SS-Männer waren eine besondere Gruppe von Adolf Hitler.

Charlotte und Josef Kahn
Charlotte und Josef Kahn

 

 

 

 

 

 

 

Familie Wolf aus Sötern

Arthur und Pauline Wolf und ihre Söhne wurden vor langer Zeit in den Ort Lublin gebracht und dort getötet.

Ein anderer Sohn von Arthur und Pauline Wolf ist bei einem Flucht-Versuch verhaftet worden.

Er wurde in ein Konzentrations-Lager gebracht und ist dort getötet worden.

Der Sohn hieß Jakob-Werner.

 

Familie Koschelnik aus Sötern

Die 13 Jahre alte Lotte ist mit ihrer Mama und ihrem Bruder 1943 in das Konzentrations-Lager nach Auschwitz gebracht worden.

Die Familie hat man nie gefunden.

Ein Jahr vorher ist die ältere Schwester im Konzentrations-Lager Riga verschwunden.

Nur der Vater der Familie hat überlebt.

Der Vater konnte in ein anderes Land flüchten.

Und er konnte seine Familie nicht mehr finden.

Familie Koschelnik, Lotte in der Mitte unten
Familie Koschelnik, Lotte in der Mitte unten
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